Abenteuer Lebenretten

Schauen Sie sich mal diese Sauerei an : 23 wahre Geschichten vom Lebenretten : erweiterte Sonderausgabe des Spiegel-Bestsellers / Jörg Nießen. Mit drei neuen Geschichten und mit Zeichnungen von Jana Moskito. – 1. Aufl. – Berlin : Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2011. – 259 S. : Ill.
ISBN 978-3-86265-052-1

Wie sieht das Leben als Rettungsassistenten und Feuerwehrmann aus? Bis zu diesem Buch hatte ich nur vage Vorstellungen von dem Beruf. Natürlich sind hier nur besonders ungewöhnliche Erlebnisse beschrieben. Einige sind unterhaltsam, mache sind aber auch sehr traurig. Auf jeden Fall sind es interessante Einblicke in die teilweise absurd wirkende Realität.
Mir persönlich gefiel das Buch sehr gut. Die Schreibweise ist leicht verständlich und ich konnte die Situationen richtig vor mir sehen. Manches wollte ich mir aber dann doch nicht vorstellen.

Praxis Psychologie

Psycho? Logisch! : Nützliche Erkenntnisse der Alltagspsychologie / Volker Kitz, Manuel Tusch. – 2. Aufl. – München : Heyne, 2011. – 285 S. : Ill.
ISBN 978-3-453-60179-6

Es ist vielleicht keine Gebrauchsanweisung für das Leben, aber im Alltag ist das Wissen aus dem Buch sehr hilfreich. In dem Buch wird gut erklärt, warum man wie in welcher Situation reagiert. Die erwähnten Tricks funktionieren (soweit ich sie getestet habe) wirklich. Mit einigen Mitmenschen komme ich durch eine andere Einstellung besser klar und die positive Einstellung ist durchaus praktisch. Direkt nach dem Kapitel über die Umdeutung (auch positive Einstellung) erlitt das Buch einen totalen Wasserschaden…
Es ist noch lesbar (sonst würde ich auch nicht gerade schreiben). Negativ: Ich musste das Buch in der Bibliothek als Verlust melden, ein Ersatzexemplar beschaffen und Gebühren zahlen. Nun die positive Umdeutung: Ich hab das Buch, konnte ein Kapitel testen und kann mir jederzeit ansehen, wie ein perfekt für die Bibliothek bearbeitetes Buch aussehen muss. Die lustige Geschichte hätte ich sonst auch nicht gehabt.
Im Buch ist die Alltagspsychologie gut verständlich erklärt und ich schlage gern auch nochmal nach. Die Situationen und die Illustrationen machen es leicht verständlich und mit den kleinen Tests auch amüsant geschrieben.
Ich kann es nur weiter empfehlen. Für Interessierte gibt es auch weiterführende Buchtipps, für einige ist es vielleicht auch praktisch um zu lernen, wie man etwas relativ langweiliges unterhaltsam erklärt.

Moin Frau Freitag

Chill mal, Frau Freitag : aus dem Alltag einer unerschrockenen Lehrerin /Frau Freitag. – 3. Aufl. – Berlin : Ullstein, 2011. – 335 S.
ISBN 978-3-548-37399-7

Frau Freitag erzählt von ihrem absolutem Traumberuf: Lehrerin.
So berichtet sie über die verschiedensten Erlebnisse mit ihrer Klasse, aber auch von Freizeiterlebnissen, Abschlussfeiern, Elterngespräche und anderes. Ich selbst fand das Buch sehr unterhaltsam, auch wenn einiges für mich schwer vorstellbar ist. Vielleicht war ich auch einfach in der ruhigeren Klasse. Frau Freitag hat zwei völlig unterschiedliche Freundinnen, mit denen sie sich auch häufiger austauscht: Frau Krise und Frau Dienstag. Wie unterschiedlich der Unterricht doch sein kann. Wer auch mal die Sichtweise eines Lehrers kennen lernen will, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Man sollte auch im Kopf behalten, dass das der Realität entspricht.
„Die in diesem Buch geschilderten Begebenheiten entsprechen den Tatsachen. Alle Namen der genannten Personen und Orte des Geschehens wurden anonymisiert. Etwaige Übereinstimmungen oder Ähnlichkeiten wären rein zufällig. Alle Dialoge und Äußerungen Dritter sind nicht zitiert, sondern ihrem Sinn und Inhalt nach wiedergegeben.“ Zitat von S. 4

Ein unterhaltsames, aber auch nachdenklich machendes Buch für zwischendurch. Durch die kurzen Erlebnisse kann man es auch mal leicht zur Seite legen.

Qualität Mobile Pflege?

Gewaschen, gefüttert, abgehakt: Der unmenschliche Alltag in der mobilen Pflege / Markus Breitscheidel. – Berlin : Econ, 2011. – 223 S.
Anhang mit Adressen und Informationen
ISBN 978-3-430-20098-1

Nachdem Markus Breitscheidel mit dem Buch „Abgezockt und totgepflegt“ bekannt wurde, untersucht er nun die Verhältnisse in der mobilen Pflege. Angefangen von den sehr unterschiedlichen Arten der Schulungen bis zu dem Vergleich verschiedener Dienstleister in der Arbeitsweise hat er einen guten Überblick über die teilweise katastrophalen Verhältnisse gegeben. Ich hätte nicht gedacht, dass man durch eine simple Schulung Pfleger wird, dann  so viel (von den Arbeitgebern völlig unangebrachte) Verantwortung trägt und dann unter so schlechten Arbeitsbedingungen verbraten wird. Seinem Fazit, dass in der Pflege dringend was passieren muss, kann ich nur zustimmen. Besonders erschreckend finde ich das Verhalten kirchlichen Wohlfahrtsorganisation. Da erwarte ich mehr als solche Arbeitsbedingungen. Meine Hoffnung zum Schluss ist nur, dass ich später kein Pflegefall werde oder ich dann in der Familie bleiben kann und auf jeden Fall in diesem wichtigen Bereich schnellst möglichst nachgearbeitet wird.

Auf jeden Fall lesenswert und gut lesbar, aber bei dem beschriebenen Dingen nicht sehr angenehm.