Anwalt sein – ein Abenteuer?

Mord im Lichthof : [Kriminalroman] / von Andreas Kimmelmann. – 1. Aufl. – Wiesbaden : Titus Verl., 2011. – 285 S. : Ill.

ISBN 978-3-942277-27-3

Der Junganwalt Alwin Eichhorn bekommt an seinem ersten Arbeitstag gleich seinen ersten Fall. Ein Student soll einen anderen Studenten in der Ludwig-Maximilians-Universität von einer Brüstung geworfen haben. An Zeugen und einem Geständnis mangelt es in diesem Fall mal nicht. Der Rechtsanwalt versucht die Hintergründe herauszufinden und begibt sich dadurch in große Gefahr.

Andreas Kimmelmann hat es geschafft. Mein letztes Bargeld habe ich für sein Buch auf der Leipziger Buchmesse 2012 ausgegeben. Das Geld war es auf jeden Fall wert. Das Buch war wirklich fesselnd. Ich dachte abends immer nach einem Blick auf die Uhr, dass ich schon längst schlafen müsste, da ich am nächsten Tag früh zur Arbeit muss. Vielleicht fand ich auch deswegen das Ende so witzig. Das Ende könnte schon als Einstieg für einen weiteren Band sein oder es soll zeigen, dass ein Anwalt jeden vertritt. Aber ein paar Fragen bleiben offen: Ist das Leben als Anwalt echt so aufregend? Wird sich Alwin doch noch mit der Presse anfreunden können? Und kommen Alwin und Verena doch zusammen? Die Zeit wird es wohl zeigen.

Reservelager für menschliches Leben?

Ostfriesenfalle : Kriminalroman / Klaus-Peter Wolf. – 4. Aufl. – Frankfurt, M. : Fischer-Taschenbuch-Verl., 2011. – 445 S. – (Ann-Kathrin-Klaasen-Serie ; [5])

ISBN 978-3-596-18083-7

Ann-Kathrin Klaasen und ihr Kollege Frank Weller suchen einen Mann in New York. Angeblich wurde er dort von der Tochter des Leiters der Polizeiinspektion Aurich gesehen. Das Problem: Markus Poppinga ist seit Jahren tot und seine Asche wurde zu einem Diamanten gepresst und nun von seiner Mutter als Anhänger an einer Kette getragen. Wer wurde nun eingeäschert? Er wurde doch bei der Beerdigung von der ganzen Klasse gesehen? Während sie ihn noch suchen, werden die Töchter von Frank Weller bei einem Autounfall verletzt. Die Frau des anderen Autos stirbt und stellt die Polizei vor ein Rätsel: Wer ist sie, warum sind ihre Haare abrasiert und warum fährt sie nackt Auto? Auch wenn es erst nicht so wirkt, haben beide Fälle denselben Ursprung.

Das Buch selbst habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen. Da die Orte wirklich existieren, hat man ein anderes Leseerlebnis. In der Disco am Anfang war ich jedenfalls schon. Die Handlungsweise der Personen war nachvollziehbar und wahrscheinlich gibt es solche Fälle auch schon. (Die Lösung ist schon im Titel vorhanden.) Die Spannung wird bis zum Schluss gehalten, auch wenn man die Lösung kennt. Auf jeden Fall werde ich auch noch die anderen Bände lesen.