Merkwürdiges Wissen über Tiere

Verliebte Mäuse singen : unnützes Wissen aus dem Reich der Tiere / John Lloyd ; John Mitchinson. – Erstausg. – München : Piper, 2010. – 301 S. : Ill.

Einheitssacht.: The book of animal ignorance <dt.>

ISBN 978-3-492-25860-9

Der Tiel beschreibt den Inhalt perfekt. Zu vielen Tieren wurde verschiedenes unnützes Wissen gesammelt. Einiges kannte ich schon aus anderen Büchern, vieles war aber neu und sehr interessant. Angefangen beim Aal bis zur Zikade tauchen verschiedenste Tiere in alphabetischer Reihenfolge auf. Und einmal die behandelten Tiere: Aal, Adler, Affe, Aga-Kröte, Albatros, Ameise, Ameisenigel, Anglerfisch, Assel, Auerhuhn, Bär, Bärtierchen, Beutelmarder, Biber, Biene, Binturong, Bison, Brückenechse, Dachs, Delfin, Echse, Egel, Elch, Elefant, Erdferkel, Esel, Eule, Fledermaus, Fliege, Floh, Fossa, Frettchen, Frosch, Fuchs, Gans, Gepard, Gibbon, Giraffe, Gorilla, Gürteltier, Hai, Hoatzin, Hummer, Hund, Hyäne, Igel, Käfer, Känguru, Kaninchen, Katze, Koala, Kolibri, Komodowaran, Koralle, Krake, Kranich, Kröte, Kuh, Laus, Löwe, Maulwurf, Maus, Mensch, Milbe, Nacktmull, Papagei, Perlmuschel, Pferd, Pinguin, Ratte, Riesenschildkröte, Rippenqualle, Robbe, Salamander, Schaf, Schimpanse, Schlange, Schmetterling, Schnabeltier, Schuppentier, Schwein, Seegurke, Sehkuh, Seestern, Skorpion, Specht, Spinne, Tapir, Taube, Termite, Wal, Walross, Waschbär, Wels, Wespe, Würfelqualle, Wurm, Ziege, Zikade.
Sehr schön waren auch die kleinen Zusätze am Rand des Textes und die Illustrationen. Häufig gab es auch einen Hinweis zu der Herkunft der Namen. Einiges an dem Wissen hat sich jetzt wohl dauerhaft eingeprägt.

Annas Flucht

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl / Judith Kerr. aus dem Engl. übers. von Annemarie Böll. – 1. Aufl. – Ravensburg, Württ : Ravensburger Buchverlag, 2008. – 256 S.
ISBN 978-3-473-54321-2

In dem Buch „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ geht es um Anna und ihre Familie, die vor den Nazis fliehen müssen. Ihr Vater ist ein berühmter Schriftsteller und Journalist. Er ist gegen Hitler und Nazis und fürchtet die Wahl 1933. Eigentlich wollten sie die Wahl abwarten, um zu sehen, ob sie fliehen müssen, aber nach einem Tipp eines Polizisten, geht er kurz vor der Wahl in die Schweiz und sucht eine Unterkunft. Am Tag der Wahl kommen Anna, ihre Mutter und ihr Bruder Max nach und werden auch entgegen den Sorgen ihrer Mutter an der Grenze durchgelassen. Später erfahren sie, dass am Tag nach der Wahl ihnen die Pässe weggenommen werden sollten und später wird ihr Besitz auch beschlagnahmt . Dazu gehört auch das rosa Kaninchen, dass Anna zurücklassen musste. Sie leben sich dort gut ein, aber da Annas Vater nicht gut genug verdient gehen sie nach Paris. Bevor sie komplett hinziehen, sehen sich die Eltern erst in der Stadt um und Anna und Max werden von den Vermietern mit betreut. Während dieser Zeit kommt ein Steckbrief mit einer Belohnung für ihren Vater raus. Auf den Weg nach Paris müssen sie zu dritt (Anna, Max und ihr Vater, die Mutter bereitet dort schon die Wohnung vor) umsteigen und landen dank dem Gepäckträger fast in einem Zug nach Stuttgart. Dank Anna merken sie es noch rechtzeitig und kommen doch in Paris an. Max vermutet, dass der Gepäckträger die Belohnung haben wollte. Dort schreibt ihr Vater Artikel für eine Flüchtlingszeitung und vereinzelt auch für andere Zeitungen. Anna und Max haben erst ein Problem mit der Sprache, sie leben sich nach einiger Zeit doch ein. Während Anna im Unterricht dank der Sprache am Anfang Probleme hat, wird es durch Nachhilfe besser und schließlich kommt der Moment, wo sie anfängt, auf Französisch zu denken. Schließlich bestehen beide Kinder ihre Prüfungen. Am Anfang reicht das Geld, aber dann wird das Geld wieder knapp. Ihr Vater schreibt ein Drehbuch und nach mehreren Absagen kauft es jemand aus England. Daher zieht die Familie nach England. Mit der Ankunft in London endet das Buch.

Mir gefiel an dem Buch, dass es aus der Sicht von Anna geschrieben ist und man auch ihre Sorgen und Gedanken dadurch kennenlernt. Was mich doch überrascht hat, war, dass es wirklich nur um die Flucht und das neue ungewohnte Leben ging und sie nur durch Onkel Rufus was von der Judenverfolgung teilweise mitbekommen haben.

Und wenn der Krieg hier ist?

Krieg : stell dir vor, er wäre hier / Janne Teller. Aus dem Dän. von Sigrid C. Engeler. Mit Ill. von Helle Vibeke Jensen. – München : Carl Hanser Verlag, 2011. – 59 S. : Ill.
ISBN 978-3-446-23689-9

Der Titel beschreibt den Inhalt ganz gut. Deutschland ist Kriegsgebiet. Es wird klar, dass die Familie fliehen muss. Aber wohin sollen sie fliehen? Europa ist vom Krieg überzogen. Sie beschaffen sich Papiere und werden von Schmugglern nach Ägypten gebracht. Man selbst hängt mehrere Jahre in einem Flüchtlingslager fest. Irgendwann kommt die Erlösung. Die Familie darf in Ägypten bleiben und das Lager verlassen. Aber sie werden nicht einfach akzeptiert. In Deutschland hatte die Familie so viel und nun hat sie gar nichts mehr. Für die Schule ist man selbst zu alt und für das Studium hat die Familie nicht genug Geld. Nach Ende des Krieges wird die kleinere Schwester zurück zur Tante nach Deutschland geschickt, weil sie einen Ägypter heiraten will und von ihm schwanger ist. Schwanger kehrt sie zurück und stürzt komplett ab. Der Vater des Kindes holt das Kind schließlich nach Ägypten. Man selbst heiratet eine alte Freundin aus Deutschland, damit sie und ihre Familie nach Ägypten kommen können. Da der Krieg vorbei ist, ist es schwer in andere Länder zu kommen. Auch wenn in Deutschland immer noch Menschen verschwinden. Ansonsten hätte die Freundin keine Möglichkeit nach Ägypten kommen zu können. Die Familie backt seit Jahren Kuchen und verkauft sie und kann dadurch überleben. Nachdem man jahrelang als Mensch dritter Klasse behandelt wird, ist man inzwischen akzeptiert, wenn man auch immer noch kein Mensch erster Klasse ist. Die Hoffnung nach Deutschland zurückzukehren, bleibt bestehen. Aber ist Deutschland noch die Heimat? Schließlich lebt man nun seit Jahren in Ägypten und hat Freunde gefunden. Auch wird man bei der Rückkehr nach Deutschland als Verräter gesehen. Schließlich ist man während des Krieges geflüchtet. So bleibt man in Ägypten und fragt sich weiterhin, ob nun Deutschland oder Ägypten die Heimat ist und was Heimat überhaupt ist.

Beeindruckt hat mich an diesem Buch, dass das ganze gut und nachvollziehbar geschrieben ist. Gut gefiel mir, dass das ganze aus der Sicht eines Flüchtlings geschrieben ist. Das Buch selbst hat das Format eines Passes, was es einfacher macht, sich das vorzustellen. Auch der Zweifel, was die Heimat nun ist, wird gut rübergebracht. Das Buch sollte man auf jeden Fall mal lesen und man hat es auch innerhalb einer halben Stunde durch.