Webvideopreis 2014, Gronkh und Zeitungen

Letzte Woche wurde der deutsche Webvideopreis verliehen. Es gab verschiedene Gewinner, aber ich habe natürlich nur auf einen geachtet: Gronkh 🙂

Zuerst das schöne. Die Dankesrede von Gronkh. (Vieles ist wahrscheinlich nur dadurch witzig, weil ich die Anspielungen verstehe.) :

Da ich jetzt schon seit Jahren Let’s Plays schaue, muss ich jetzt diesen Teil schreiben, weil ich meinem Ärger Luft machen muss.

Ich persönlich schaue Let’s Plays zum abschalten. Es ist als wenn man dem großen Bruder beim Spielen zuschaut und sich mit ihm freut, leidet oder an manchen Stellen auslacht. Dabei gibt es eine große Bandbreite von Horrorspielen über Adventures, Shootern bis zu Wimelbildspielen. (Ja, es gibt tatsächlich Wimmelbildspiele, man sollte beim Spielen aber die Logik ausschalten. 😉 )

So wie andere Fussball schauen oder Soaps, schaue ich halt Let’s Plays. Dementsprechend „begeistert“ war ich von einem „schönen“ Artikel des Tagesspiegel zum 2jährigen LPT-Jubiläum (wöchentliche Livestream ca. 2 Stunden mit Gronkh und Sarazar. Es werden Spiele (teilweise mit der Community) gespielt, es gibt Infos zu Entwicklungen auf dem Spielemarkt und es wird erzählt zu verschiedenen Themen, auch zu Themen wie der Europawahl). Dass Gronkh in dem Moment kein Unternehmer ist, versteht sich von selbst. Von einem Radiomoderator werden doch in der Regel auch keine trockene Sendungen erwartet.

Bei vielen Spielen kann man keine tiefgründigen Kommentare erwarten, weil der Gamer spielt, sich darauf konzentriert und kommentiert.

Der Link zum Artikel befindet sich zum einem in der Videobeschreibung des folgenden Videos und zum anderen im Artikel von Laberfisch oder hier

Hier ein Kommentar von Sgt. Rumpel:

Und ein Kommentar von Laberfisch (genau hier)

Inzwischen wurde der Artikel zum Anfang vom Autor kommentiert, aber das Kind ist in den Brunnen gefallen. Zur Erklärung: Sgt. Rumpel/Manuel ist nicht schwul, dass wurde zum Running Gag. Gronkh hat in seinen Minecraftfolgen unter anderem viel über Politik, Moral, Minderheiten, Toleranz und Respekt gesprochen. Zu behaupten, dass Gronkh bzw. die LPT-Crew homophob ist/sind, finde ich doch recht herausfordernd und ich zweifel an der Qualität der Recherche.

Ich empfehle Herr Leber ein Wimmelbildspiel zu spielen und mal zu versuchen, dass ernsthaft zu kommentieren. Und im Idealfall 20 Minuten aufnehmen, stoppen, je nachdem schneiden, rendern, hochladen und dann eine Folge für ein anderes Spiel aufnehmen. Natürlich wird für mehrere Folgen am Stück gespielt um im Fluss zu bleiben und den Aufwand zu verringern. Im Anbetracht der Umstände wie viele sich im angemessenen Ton (natürlich gibt es auch weniger konstruktive Kommentare) bin ich der Ansicht, dass der Artikel sich im Ton vergriffen hat oder die Witze bzw. Metaphern nicht gut zum Ausdruck gebracht wurden. Gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass der Autor sich über drei Videos informiert hat. Ich persönlich fühle mich angegriffen, weil ich Let’s Plays von Gronkh schaue und meine Stars (was für andere halt Brad Pitt und Johnny Depp sind) meiner Ansicht nach schlecht dargestellt werden.

Da kriegt man was geboten

Warum Comedyserien schauen? Der Alltag reicht doch. 😀

Mutter : „Ich… ich… wechsle sofort den Kinderarzt, wenn ich nicht jetzt sofort dran komme , das Medikament xy nicht kriege , nicht vom Kinderdok untersucht werde, sondern wieder nur von der Frau Vertretung , nicht das kriege, was ich will!“
Tülay (fMFA): „Also wenn Sie unzufrieden sind…“, dürfen Sie gerne gehen, Reisende soll man nicht aufhalten , „kann ich das gerne nochmal mit Herrn Kinderdok besprechen“, der wird aber auch nichts anderes sagen, im Gegenteil, auf Drohungen reagiert er eher trotzig .
Mutter (richtig laut): „Jetzt kommen Sie mir bloß nicht mit Ihrer geschulten KommunikationsSCHEISSE!“ (Keine Auswahlen diesmal, so wortwörtlich gesprochen.)

Sagt’s und verlässt die Praxis. Nicht, ohne vorher schnell noch die anderen Eltern an der Anmeldung mit ihren Tiraden zu beglücken. Wir hören sie noch im Aufzug zetern.
Andere Mutter, ganz leise über die Anmeldung zu Tülay: „Machen Sie sich nichts draus, die kenne ich vom Elternabend…

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